Biographie

geboren in Bietigheim-Bissingen, Baden-Württemberg, 1992
lebt und arbeitet in Düsseldorf, NRW

seit 2011 Studium Kunstakademie Düsseldorf
seit 2012 bei Prof. Siegfried Anzinger
2017 Ernennung zur Meisterschülerin

Einzelausstellungen

2018 Kampagnenmotiv Platform Fashion, mit GeorgTreitz, Düsseldorf
2017 “Mirage”, Museum Kunstraum Neuss, Neuss (Katalog)
“nudes”, Universitätsklinikum, Tübingen
2016 ohne Titel, WP8, Düsseldorf
Künstlerloge, Ratingen

Beteiligung an Editionen/Jahresgaben

2016 Jahresgaben 2016/17, Freunde und Förderer des Museum Ratingen, Ratingen (Katalog)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018 “augenfällig/fresh positions”, BBK Kunstforum Düsseldorf, Düsseldorf
EY-Benefizversteigerung im Rahmen der Nacht der Museen, Kunstakademie Düsseldorf
Gallery Art Moves, Wasserburg, Ratingen
Das Bild der Frau – das ewig Weibliche, Galerie Altes Rathaus, Kunstverein Wörth e.V., Wörth am Rhein
2017 Pass auf Anzinger, d/d contemporaryart gallery, Düsseldorf (Katalog)
Fachwerk im Fachwerk, Kunsthaus Mettmann, Mettmann
Förderpreisausstellung, Lovells, Düsseldorf
Jahresausstellung der Kunstschmiede, Rösrath
Galerie Noack, Wassenberg
2016 Jahresgaben 2016/17, Museum Ratingen, Ratingen (Katalog)
Zakk, Düsseldorf
KuBoShow, Herne (Katalog)
Förderpreisausstellung, Lovells, Düsseldorf
„work in progress“, E56, Düsseldorf
„art after work“, kunstakademie.gallery, Düsseldorf
2015 „Fetisch oder Fetischismus“, Haus der Universität, Düsseldorf (Katalog)
Förderpreisausstellung, Lovells, Düsseldorf

 

 

Anlässlich der Einzelausstellung “Mirage” im Museum Kunstraum Neuss erschienener Katalog zur Ansicht.

 

 

Text von Jasmin Hagedorn und Anna-Lena Rößner über Kathrin Edwards anlässlich der Ausstellung “Fetisch oder Fetischismus” im Haus der Universität, Düsseldorf, 2015.

Die 23jährige Kathrin Edwards setzt sich thematisch immer wieder mit dem weiblichen Körper und der Ästhetik der Frau im Verhältnis zu divergierenden Räumen auseinander.
Edwards bewegt sich künstlerisch vornehmlich in der Gattung Grafik und setzt ihre Bildsprache in variierenden Drucktechniken sowie Zeichnung, Aquarell- und Pastellmalerei um. Hierbei nutzt sie spielerisch den Umgang mit unterschiedlichem Ambiente und setzt ihre Protagonistinnen in Bezug zu natürlichen und künstlichen Räumen – ohne konkrete Verortung. Durch den stetig wechselnden Kontext mit der femininen Aktfigur ermöglicht sie dem Betrachter eine breite Spannweite von unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Sujet. Bei ihrer künstlerischen Affinität zum weiblichen Akt bedient sich Kathrin Edwards diverser Typisierungen von Frauen. In ihren druckgrafischen Bildwelten wechseln sich verletzlich wirkende, zusammengekauerte weibliche Wesen ab mit sinnlich-lasziv räkelnden Körpern. Karge, angeschnittene Räume konkurrieren gleichermaßen mit Landschaften, die mit Flora und Fauna bespielt sind – in teilweise phallusartiger Linienführung.
Durch den stetigen Perspektivenwechsel bei gleich bleibendem Genre eröffnet sich dem Betrachter die Möglichkeit, eine tiefere Bindung und Auseinandersetzung mit dem Motiv der Frau einzugehen. Diese verweigert sich jedoch dem direkten Dialog und der gleichberechtigten Beziehung durch Mimik und Gestik. Bedingt durch den einseitigen Versuch der Kontaktaufnahme verbleibt die dargestellte Figur in ihrer eigenen Welt, unangetastet und rein. Dennoch wird der Betrachter von einer sinnlichen Erfahrung erfasst, sodass er selbst von Kathrin Edwards’ thematischer Neigung zum weiblichen Akt mitgerissen wird.
Die Position der Betrachtung in der Rolle eines Voyeurs lässt es zu, unseren „Fetisch“ am weiblichen Körper heimlich auszuleben.
In der Motivwahl erinnert die Künstlerin an Paul Cézannes’ und Henri Matisse’ „Badende“, aber auch an die Formensprache der Akte von Auguste Rodin als Zeichnungen und Lavuren. Ebenso erinnert ihre Technik an die Grafiken von Paula Rego. Somit knüpft Kathrin Edwards direkt an kunstgeschichtliche Traditionen und Positionen an.